Friedrich Brandner

Unsere Bestürzung war groß, als wir am vergangenen Sonntag vom plötzlichen Unfalltod unseres lieben Kameraden und Freundes Fritz Brandner erfahren mussten, sind wir doch wenige Stunden zuvor noch gemütlich mit Ihm zusammen gesessen. So wie es Ihm am liebsten war, inmitten einer Runde seiner Musikkameraden.

 

Fritz begann seine Musikerkarriere als Trompeter im Musikverein Kürnberg. Die Liebe zog Ihn jedoch nach Maria Neustift. Trotz der Heirat mit Gerta und des Umzuges nach Maria Neustift, blieb er seinen Kürnbergern noch lange Jahre treu, und half im Musikverein Maria Neustift anfangs, wenn es nötig war, aus. Erst 1976 wechselte er endgültig die Tracht und blieb bis 2008 insgesamt 53 Jahre einer der aktivsten und treuesten Musiker unseres Vereines. Für seine Verdienste wurden Fritz im Laufe seiner aktiven Zeit viele Ehrungen zuteil. Im Jahr 2006 verlieh ihm der OÖBV das Ehrenkreuz in Silber für 50 Jahr aktive Mitgliedschaft, eine sehr seltene Auszeichnung.

 

Fritz ließ fast nie eine Probe oder Ausrückung aus und fand trotz seiner Familie, dem Haus und dem Beruf immer wieder Zeit für diverse Arbeiten, die im Vereinsalltag anfallen. So auch beim Musikheimumbau 1997, wo er einer der fleißigsten Helfer war.

 

Am liebsten bleibt uns Fritz jedoch als geselliger Mensch in Erinnerung, der immer wieder die Gesellschaft junger Menschen suchte, was sicherlich ein Grund für seine lange Freude am Musizieren war, obwohl er im Verein keine Altersgenossen mehr hatte. Unvergesslich für mich sind auch die Reisen nach Belgien, wo er unter anderem gemeinsam mit dem leider auch viel zu früh verstorbenen Sträussl Domini dafür sorgte, dass sich halb Belgien an uns erinnert.

 

Unser Mitgefühl gilt in diesen schweren Tagen im Besonderen seiner Familie, seinen Kindern und Schwiegerkindern,  für die er immer ein fürsorglicher Vater war. Auch wenn der Schmerz jetzt noch unerträglich scheint, so werden doch die vielen Erinnerungen an die gemeinsame Zeit nach und nach die Trauer lindern.

 

Der Spruch,  den Ihr für den Patenzettel gewählt habt, passt denke ich genau für unseren Fritz. Heißt es doch zum Schluss: Dann gehe ich, wohin es soll, und werde gewiss am Ende sagen: Ich habe gelebt.  Am vergangenen Samstag hast Du wie so oft zu uns gesagt: Trink ma nu a Achtal, wer woas vielleicht is des Letzte. Ich bin froh, dass wir es noch getrunken haben.

 

Lieber Fritz, danke dass wir Dich ein Stück weit deines Lebens begleiten durften.

 

Obmann Michael Aigner, 21. Jänner 2012

Ferdinand Sattler

Wie nahe Freude und Leid beisammen sein können, mussten wir Musikerinnen und Musiker am Montag den 7. April bitter zur Kenntnis nehmen. Am Sonntag noch freute sich unser Ferdl aufrichtig mit uns, als wir beim Wertungsspiel in Ternberg einen so schönen Erfolg feiern durften. Umso schmerzlicher traf uns am Montag die Nachricht von seinem unerwarteten plötzlichen Tod.

  

Ferdinand Sattler trat 1960 dem Musikverein Maria Neustift bei. Er war somit mehr als 48 Jahre Mitglied unseres Vereines. Während seiner langjährigen begeisterten Tätigkeit als Musiker, wurden ihm viele Ehrungen zuteil. So wurde ihm unter anderem 2004, eine der höchsten Auszeichnungen, das Ehrenzeichen in Gold des oberösterreichischen Blasmusikverbandes für 45 Jahre aktiver Musiker verliehen.  

 

Aber nicht nur im gesamten Orchester war Ferdl mit seinem Tenorhorn eine musikalische Bereicherung, auch bei der Neustifter Hozatmusi und seiner großen Leidenschaft, dem Weisenblasen konnte man ihn bei unzähligen Veranstaltungen hören.  

 

Auch außerhalb seiner musikalischen Tätigkeiten war er immer dabei wenn es hieß Hand an zu legen. Hier sind besonders erwähnenswert seine fast 400 Arbeitsstunden beim Musikheimumbau 1997. Niemand sonst war so viele Stunden wie er auf der Baustelle. Als Musikmagazineur war Ferdl bei uns allen bekannt, betreute er doch über Jahre unser Lager im Stadl der Familie Kleindessner. Die Grillzange in der Hand, eine Schürze umgebunden und ein Lachen im Gesicht, so kannten wir ihn. Und ich bin mir sicher, dass beinahe jeder hier irgendwann schon ein Bratwürstl, vom Ferdl gegrillt, genießen konnte. Wer auch immer in Zukunft all diese Tätigkeiten erledigen wird, wir werden dabei immer unseren Sattler Ferdl sehen und dankbar an ihn zurück denken.

 

Unser aller Mitgefühl gilt in dieser schweren Zeit vor allen der Trauerfamilie. Auch wenn der Verlust noch unfassbar erscheint, so könnt ihr euch zumindest darauf verlassen, dass ihr bei den Musikkameraden immer einen starken Rückhalt haben werdet.

 

Deine besondere Verbundenheit zu uns, hast du Ferdl, in den letzten Wochen, als du trotz eines ärztlichen Musizierverbotes bei jeder Probe anwesend warst bewiesen. Bei den nächsten Proben wird dein Platz leer sein, wird deine Stimme im Orchester fehlen. So wie sie bei deinen Begräbnis schon fehlte, als wir dir zu Ehren Time to Say good Bye anstimmten. Wir brachten damit unsere große Verbundenheit mit dir und unser tiefes Mitgefühl mit der Trauerfamilie zum Ausdruck, im Wissen, dass wir dir in der Musik nahe sind. Time to say good bye – Ferdl, es ist Zeit Abschied zu nehmen.

 

Obmann Michael Aigner, 7.4.2008

Silvester Hornbachner

Silvester Hornbachner war ein Mensch der die Gesellschaft von Menschen sehr gern hatte, deshalb ist es auch nicht verwunderlich, dass er sich als junger Bursch dazu entschloss ein Musikinstrument zu erlernen.

 

Er trat 1950 als 20 Jähriger auf dem 2. Flügelhorn dem Musikverein Maria Neustift bei, und ihm wurden im laufe seiner Zeit als aktiver Musiker zahlreiche Ehrungen zuteil. Unter anderem wurde ihm 1990 das Ehrenzeichen in Silber des ÖBV für 40 Jahre aktiver Musiker verliehen.

 

1991 beendete er seine Tätigkeit als aktiver Musiker, und war somit 41 Jahre für unseren Verein als Musiker tätig. Aber auch nach dieser Zeit ging Silvester noch einige Jahre in die Häuser um die Menschen zu unserem Wunschkonzert einzuladen, und war immer wieder gerne Gast bei unseren Veranstaltungen.

 

Auch ich durfte meinen musikalischen Weg ein paar Jahre mit unserem Glasnerhäusler Vest bestreiten, und aus dieser Zeit blieb mir besonders in Erinnerung, das Silvester trotz einer offensichtlichen Hörschwäche, die für einen Musiker schon eine gewisse Behinderung darstellt, immer wieder treu und gerne zu den Proben und Ausrückungen kam. In dieser Eigenschaft als verlässliches Mitglied unserer Musikkapelle können wir uns Silvester Hornbachner als großes Vorbild nehmen.

 

Für deine 41 Jährige Tätigkeit als aktiver Musiker und deine Verbundenheit zu unserem Verein sagen wir Musikerinnen und Musiker des Musikvereines Maria Neustift heute noch einmal Danke. 

 

Wir Musikanten tun dies so wie wir es am besten können und lassen heute für dich Silvester noch einmal dein Flügelhorn erklingen. 

Kleindessner Johann

Ein langes und erfülltes Leben, aber vor allem eine musikalische Legende ging zu  Ende - Johann Kleindessner ist tot

 

Johann Kleindessner wurde am 29. Mai 1913 in Maria Neustift geboren.  

Er durfte Klarinette erlernen und trat bereits mit 14 Jahren in den Musikverein Maria Neustift ein.

Beinahe zeitgleich machte er die Lehre zum Tischler und legte dann später die Meisterprüfung ab.

 

Sein Eifer und sein großartiges musikalisches Talent waren es ihm gegönnt, dass er die Klarinette für die damaligen Verhältnisse nahezu perfekt beherrschte.

Kein Wunder, dass er neben einigen Musikkapellen auch bei diversen kleinen Musikgruppen sein Talent, seine Erfahrung und seine Kameradschaft einsetzten konnte.

 

Wertvollste Arbeit leistete er jedoch in der Ausbildung und dem Heranführen von jungen Musikern. Beinahe jeder der dazumal ein Blasmusik- Instrument erlernte ging durch seine Schule.

Nebenbei übte er noch Jahrelang die Funktion des Schriftführers aus.

 

Unglaubliche 56 Jahre lang war er mit Feuereifer AKTIV –

ehe er dann 1983 ausgezeichnet mit den höchsten Ehren die einen Musiker verliehen werden können in den wohlverdienten, musikalischen Ruhestand ging.

 

Anmerkung des Obmannes:

Lieber Hans!

Ein langes, erfülltes Leben ging nun zu Ende - geprägt durch deine größte Lebensfreude – die Musik – und wir vom Musikverein Maria Neustift sind dankbar dass wir dich haben durften, dass du so viel Energie und Engagement für uns verwendet hast, wir werden dir ein ehrendes Andenken bewahren.

 

Obmann Rudolf Hochrieser, 05.01.2007